Insolvenz
Insolvenz bedeutet, dass man als Schuldner seine Schulden nicht bezahlen kann. Dies bedeutet, dass man in akuter Zahlungsunfähigkeit ist, dass man kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht oder dass man Überschuldet ist. Wenn es zu diesem Fall kommt, wird das Insolvenzverfahren eingeleitet, oder es wird Konkurs angemeldet. Dies ist ein Verfahren dass dazu dient, dass entweder die Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt wird, oder dass man die Schulden abwickelt. Nach dem das Verfahren beendet ist, existieren keine Schulden mehr, egal wie diese getilgt werden. Die Insolvenz eines Unternehmens unterscheidet sich von der einer Privatperson oder auch einer Selbstständigen Person. Bei einer selbstständigen Person, sind die Firmen und Privatkonten meist nicht richtig getrennt, so dass bei einer Überschuldung beide Gelder benutzt werden um die Schulden zu tilgen. Wenn das Unternehmen in das Insolvenz Verfahren kommt, muss der Selbstständige auch sein privates Geld benutzen um die Schulden des Unternehmens zu zahlen, wenn er nicht will, dass das Unternehmen geschlossen wird. Die Privatinsolvenz, oder Verbraucherinsolvenz ist ein vereinfachtes Insolvenz Verfahren, das für den Fall gedacht ist, wenn eine private Person in Zahlungsunfähigkeit geriet. Dieses Verfahren ermöglicht eine Tilgung der Schulden, so dass für Schuldner und Gläubiger gleiche Rechte bestehen. Nach dem Verfahren der privaten Insolvenz, wird der Verbraucher von den Schulden befreit, und ist schuldenfrei. Die private Insolvenz wird eingeleitet, wenn man durch die Vollstreckung des Eigentums nicht die geschuldete Summe bezahlen kann, und wenn man mit den Pfändungsbeträgen der nächsten sechs Jahre die Schuld auch nicht tilgen kann. Die Anzahl der privaten Insolvenzverfahren wird immer größer, denn es wird immer leichter dieses Verfahren zu starten. So können zum Beispiel auch Verbraucher die über eine finanzielle Mittel verfügen, das Insolvenz Verfahren einleiten und durchführen. Im Moment sind etwa 7 Millionen deutsche Überschuldet und befinden sich in einer Stufe des Insolvenz Verfahrens. Insolvenz kann man bei einem Anwalt einleiten lassen, oder auch bei einer Schuldner Beratungsstelle, die von der Kommune geführt wird. Hier wird alles besprochen und sie werden informiert. Das Insolvenz Verfahren hat mehrere Stufen: die außergerichtliche Einigung, das gerichtliche Schuldnerbereinigungsverfahren, das vereinfachte Insolvenzverfahren und das restschuldbefreiungsverfahren mit Wohlverhaltensperiode. Somit wird erst versucht eine Einigung zu erreichen die keinen Prozess benötigt. Dies geschieht über einen Anwalt oder eine Schuldnerberatungsstelle, denn diese müssen einen Schein geben der zeigt, dass diese Außergerichtliche Einigung versucht wurde. Danach wird vor dem Gericht ein Plan zusammengestellt um die Schulden zu bezahlen. Die Gläubiger müssen diesem Plan zustimmen. Wenn dies auch scheitert, und die Gläubiger den Plan nicht akzeptieren, wird das Eigentum des Schuldners zu Tilgung der Schuld benutzt. Danach erfolgt die Befreiung der Restschuld. Dies dauert sechs Jahre und in dieser Zeit werden dem Schuldner Beträge abgehoben um die Schuld vollkommen zu tilgen.