Mietminderung
Das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist so geregelt, dass der Mieter mehr Vorteile bzw. Rechte hat. Dies ist zum Schutz des Mieters gedacht. Es gibt auch Gesetze, die dem Mieter das Recht geben eine Mietminderung zu verlangen, wenn die Wohnung nicht einem Standard entspricht. Diese Gesetze sind §§ 536, 537 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Wenn ihr Fall diesen Richtlinien entspricht, sollten sie nicht die Chance verlieren bei ihrer Miete zu sparen, indem sie eine Mietminderung fordern. Sie können zum Beispiel eine Minderung verlangen, wenn die Wohntemperatur zu klein ist, wenn der Fahrstuhl nicht funktionier, wenn es zugige Fenster gibt oder wenn die Wände feucht sind. Aber sie sollte auf folgendes achten: der Mieter muss eine anständige Wohnung anbieten und den Standard erhalten. Allerdings haben sie kein Recht auf eine Minderung der Miete, wenn die Mängel aus ihrer Schuld entstehen oder wenn sie die Mängel bei dem Einzug akzeptiert haben. Es gibt auch ein paar Regeln die sie beachten müssen, wenn sie eine Mietminderung wünschen. Als erstes gilt laut § 545 BGB, dass sie als Mieter dem Vermieter alle Mängel unverzüglich anzeigen müssen. Dies gibt dem Vermieter die Möglichkeit die Mängel zu beseitigen oder eine Lösung zu finden. Im Prinzip können sie dies mündlich machen, aber schauen sie in ihren Mietvertrag, denn wenn da etwas anderes vermerkt ist, dann müssen sie das einhalten. Es ist aber zu empfehlen, dass sie alle Mängel auch schriftlich mitteilen per Einschreiben und sogar mit Rückschein. Dies wird sehr nützlich sein, wenn sie später beweisen müssen, dass sie die Mängel gemeldet haben. Wenn sie keine Mangelanzeige vornehmen haben sie kein Recht auf eine Mietminderung. Das gilt vor allem wenn sie den Mangel längere Zeit nicht anzeigen und ihre Miete bezahlen, weil man das so versteht, dass sie damit einverstanden waren. Dazu kommt noch, dass sie sogar schadenspflichtig werden, wenn durch die Mängel andere Schäden entstehen, zum Beispiel in anderen Wohnungen. Wenn sie den Mangel gemeldet haben, dann haben sie auch das Recht auf eine Mietminderung. Diese Minderung bekommen sie aber erst für den nächsten Monat, da sie ja meist im Voraus bezahlen. Somit bekommen sie die Mietminderung für den Monat Januar erst im Februar. Weisen sie ihren Vermieter darauf hin, dass sie ihre Miete mit Vorbehalt überwiesen haben. Es gibt viele Minderungsgründe und diese gelten nicht nur für das eigene Haus oder die Wohnung. Sie können eine Mietminderung auch anfordern wegen dem Lärm der durch Arbeiten in der Nähe entsteht. Selbst wenn der Vermieter nichts dagegen unternehmen kann, sind sie im Recht, denn der Vermieter muss trotzdem einen Nachlass gewähren, selbst wenn er nichts anderes Unternehmen kann. Über den Betrag der Minderung gibt es allgemeine Anhaltspunkte, jedoch kommt es immer auf den Einzelfall an. Wenn sie Fragen haben. Wenden Sie sich immer an Ihren Mietverein.
Mieter haben natürlich nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Ein Mieter, der den Mietvertrag kündigt und aus der Wohnung auszieht, ist verpflichtet, die Wohnung wieder in den Zustand zu versetzen, in der sie ursprünglich vor dem Einzug war. Wenn man also sehr viel an einer Wohnung verändern möchte z.B. auf den bestehenden PVC-Bodenbelag einen schönen Laminatboden verlegen oder die Wände mit einer hübschen Fototapete verzieren möchte, dann muss man sich von vorne herein darüber bewusst sein, dass man später, wenn man auszieht, alles wieder rückgängig machen muss.